Design
Grundbegriffe
Ein paar Wörter tauchen in der Software und in dieser Anleitung immer wieder auf. Wer sie einmal gelesen hat, versteht alles Weitere schneller.
Master und Module
Das Gerät besteht aus einem Master und beliebig vielen Modulen, die man auch Satelliten nennt.
- Der Master ist das Modul in der Mitte. Er hängt per USB-C am PC, hat ein 4,0-Zoll-Touchdisplay mit 480 × 480 Pixeln und eine LED-Leiste. Mit ihm spricht die Software.
- Die Module stecken als Kette links und rechts am Master. Jedes hat eine Art, die bestimmt, was man daran bedienen kann:
| Art (so heißt sie in der Software) | Was man bedient |
|---|---|
| Button-Modul | 4 Tasten |
| Encoder-Modul | 3 Drehregler, die man auch drücken kann |
| Fader-Modul | 1 Schieberegler |
| Slider-Modul | 2 Schieberegler |
| Touch-Display | ein weiteres Display |
| Blindmodul | nichts, es füllt nur eine Lücke |
Eine Art, die diese Software noch nicht kennt (etwa von einem neueren Modul), wird nicht abgewiesen. Sie erscheint trotzdem in der Kette.
Mehr dazu unter Module und Kette.
Kette und Position
Die Module hängen als Kette am Master. Jedes hat eine Position, die angibt, wo es steckt:
-3 -2 -1 [Master] +1 +2 +3
0Der Master ist immer Position 0. Nach links zählt man -1, -2, -3 …, nach rechts +1, +2, +3 …, jeweils mit wachsendem Abstand zum Master. An ein Modul lassen sich weitere anstecken. Eine feste Obergrenze gibt es nicht: die Software zeigt genau die Positionen, die der Master meldet.
Die Position sagt, wo ein Modul steckt. Welches Modul es ist, erkennt die Software an seiner UUID, einer Kennung, die jedes Modul fest eingebaut hat.
Übernehmen: neue Module bestätigen
Ein Modul, das die Software zum ersten Mal sieht, ist neu und wartet auf deine Bestätigung. Bis du es übernimmst, ignoriert das Deck seine Tasten vollständig. So kann nichts auslösen, was du nicht eingerichtet hast. Der Master braucht keine Bestätigung, er ist das Gerät, mit dem die Software spricht.
Aktion, Plugin und Belegung
- Ein Plugin bringt Fähigkeiten mit: Lautstärke regeln, OBS steuern, Licht schalten, Programme starten. Die Software liefert 30 mit, siehe Plugin-Referenz.
- Eine Aktion ist ein einzelner Befehl eines Plugins, zum Beispiel „Szene wechseln“ aus dem Plugin „OBS Studio“, samt den Angaben, die er braucht (hier: welche Szene).
- Eine Belegung ist eine Aktion auf einem Bedienelement. Wer „Szene wechseln: Gaming“ auf eine Taste legt, hat diese Taste belegt.
Dazu gehören noch eine Beschriftung und ein Symbol. Beides erscheint auf der Kachel des Displays und in der Software.
Bedienelemente und was auf sie passt
| Bedienelement | Wo | Nimmt |
|---|---|---|
| Taste | Button-Modul, Druck auf einen Drehregler, Kachel des Master-Displays | jede Aktion |
| Schieberegler | Fader-Modul, Slider-Modul | Aktionen, die einen Wert von 0 bis 100 brauchen |
| Drehregler | Encoder-Modul | Aktionen, die in Schritten hoch und runter gehen |
Ein Schieberegler nimmt nur Aktionen an, die einen Wert brauchen, und ein Drehregler nur solche mit Schrittweite. Alles andere lässt sich nicht darauf ablegen. Die Seiten der Plugin-Referenz sagen bei jedem Befehl in der Spalte „Passt auf“, wohin er gehört.
Der Wert eines Reglers kommt vom Regler, nicht aus deiner Einstellung. Schiebst du den Regler auf 40, geht „40“ an die Aktion. Ein Drehregler meldet Rastungen: eine Rastung ist ein Schritt, nach rechts positiv, nach links negativ. Wie weit ein Schritt geht, stellst du bei der Belegung im Feld „Schrittweite“ ein. Lässt du es leer, gilt 5 je Rastung.
Das Display
Das Display des Masters ist in 5 × 5 Zellen eingeteilt, jede 96 × 96 Pixel groß (ein Feld ist etwa 14 mm breit). Auf diesen Zellen liegen:
- Kacheln: das sind die Tasten des Displays. Jede ist eine Belegung.
- Widgets: Anzeigen wie Uhr, Wetter oder „Was gerade läuft“. Ein Widget belegt einen Block aus mehreren Zellen.
- das Hintergrundbild, das unter allem liegt.
Alles Weitere steht unter Das Display.
Seiten
Reicht ein Raster nicht, legst du weitere Seiten an, wie die Startbildschirme eines Telefons. Auf dem Gerät wischt man zwischen ihnen. Jede Seite hat ihre eigenen Kacheln und Widgets, und man kann ihr einen Namen geben.
Ordner
Ein Ordner ist eine Kachel, hinter der weitere Kacheln liegen. Er gruppiert, zum Beispiel „Streaming“ mit allem, was man dazu braucht. Die erste Kachel im Ordner führt immer zurück. Mehr unter Ordner.
Widget
Ein Widget zeigt etwas an, ohne dass man es drückt: die Uhrzeit, das Wetter, den Stand eines Zählers, wer im Discord-Sprachkanal redet. Alle Arten stehen in der Widget-Referenz.
Zustandskachel
Manche Aktionen sind Schalter, etwa „Mikro stumm/laut“ oder „Aufnahme umschalten“. Die Kachel dazu leuchtet, wenn der Schalter an ist. Das Plugin meldet dafür, wie es gerade steht. Eine Kachel, deren Aktion kein Schalter ist, leuchtet nie und sieht auch nicht „ausgeschaltet“ aus.
Konto
Beim ersten Start meldest du dich mit Discord, Google oder Twitch an. Dieses Konto erlaubt, deine Einrichtung an einem zweiten PC wiederzufinden. Siehe Konto und Abgleich.
Backend
Hinter dem Fenster läuft ein zweiter Prozess, das Backend. Es spricht mit dem Master, führt die Aktionen aus und hält deine Einstellungen. Das Fenster ist nur die Oberfläche dazu. Die Software startet das Backend selbst, und du musst dich nicht darum kümmern. Nur wenn etwas klemmt, hilft es manchmal, es neu zu starten (siehe Fehlerbehebung).
Simulator
Der Simulator ist ein Fenster, in dem du das Gerät mit der Maus bedienen kannst, auch ohne Hardware. Siehe Simulator.
Belegungen hängen am Steckplatz
Eine Belegung gehört zu einem Steckplatz, nicht zu einem bestimmten Modul. Die zweite Taste von links bleibt die zweite Taste von links, auch wenn dort ein anderes Modul steckt. Das hat einen Vorteil: Geht ein Modul kaputt, übernimmt ein Ersatz seine Belegung ohne Zutun.
Der Preis: Wer seine Module umsortiert, sortiert die Belegungen nicht mit. Sie bleiben am Platz, auch wenn dort jetzt eine andere Art steckt. Ändere die Reihenfolge deshalb nicht ohne Not, oder richte die Belegungen danach neu ein.
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